Diamantschleifer ebouchiert einen Edelstein

Unser Herzstück: die Produktion

Sensible Handarbeit & höchste Produktqualität

Produktion

Die Produktion der Edelsteine

Die Entstehung aller Farbstein-Mineralien, jedes einzelnen Kristalls, ist immer wieder ein Wunder der Natur und erzählt von seiner Entstehungsgeschichte in einer Zeit ohne Menschen.

Wir begleiten die Steine mit größter Sorgfalt direkt von der Quelle, den Minen, über Kauf, Begutachtung, Schnitt, Ebouchieren, Schleifen und Polieren bis hin zum Verkauf in ganz Europa, Asien und den Vereinigten Staaten von Amerika.

Mit unserem Team von mehr als 15 hochqualifizierten, ausgebildeten Mitarbeitern vollenden wir dabei, was die Natur über Millionen von Jahren erschaffen hat. Jeder Stein wird einzeln begutachtet und in filigraner Handarbeit zum optimalen Ergebnis geschliffen. Dabei legen wir besonderen Wert auf handwerklich höchste Qualität in der Bearbeitung der Edelsteine und prüfen diese durch anspruchsvolle Qualitätskontrollen unserer Sachbearbeiter.

Landschaft mit Bergen Hubert und Carl-Philip Arnoldi beim Einkauf der Rohsteine

Einkauf der Rohsteine

Von Lieferanten aus der ganzen Welt erhalten wir unsere Rohsteine und begutachten diese unter anderem nach Farbe, Fehlern, Rissen und allgemeiner Qualität.

Wir untersuchen, welche Formen wir aus den Steinen herausarbeiten könnten, wie viel das Material wert ist und begeben uns anschließend in eine Preisverhandlung. Dabei achten wir besonders auf faire Bedingungen für alle Beteiligten.


Rohstein unter einer Lampe

Begutachtung & Expertise

Nach dem Kauf wird jeder einzelne Stein in unserer Werkstatt in Idar-Oberstein noch einmal fachmännisch betrachtet und begutachtet.

Hier werden nun auch erste Entscheidungen gefällt, welche Schnitte angewandt werden sollten, um die optimalen Werte aus den einzelnen Steinen zu ziehen.

Carl-Philipp Arnoldi und ein Edelsteinschleifermeister mit einem Rohstein Geschnittener Rohstein an der Diamantsäge

Der erste Schnitt

Je nach Art des Steins werden verschiedene Achsen gewählt und der erste Schnitt mit der Diamantsäge vorgenommen, um die optimale Farbausprägung des Steins im späteren Endergebnis zu erzielen.

Edelstein wird vom Edelsteingestalter ebouchiert

Ebouchieren der Steine

Die erste Grundform erhält der Stein vom Edelsteingestalter durch das Ebouchieren. Dafür ist meist Hubert Arnoldi persönlich verantwortlich, da beim Ebouchieren so wenig Material wie möglich verloren gehen sollte.

Die ebouchierte Grundform wird in den darauffolgenden Schritten perfektioniert.


Brenner Edelstein auf dem Kittstock

Kitten der Steine auf den Kittstock

In der Edelsteinschleiferei werden die einzelnen Steine auf einem sogenannten Kittstock befestigt.

Der Stein kann damit für die weiteren Schritte einfacher gehändelt werden und lässt sich später wieder rückstandsfrei vom Kittstock lösen. Die Steine werden für die unterschiedlichen Arbeitsschritte hierbei mehrfach umgekittet.

Edelstein wird mit Kittstock an Diamantschleifstein geschliffen

Der perfekte Facettenschliff

In traditioneller und professioneller Handarbeit werden nun immer wieder von verschiedenen Seiten die feinen Facetten des Steins auf dem Diamantschleifstein angeschliffen.

Der Kittstock wird dazu an einem Lochbrett angelegt, um einen gleichbleibenden Winkel und eine stetig hohe Präzision des Schliffs zu garantieren.

Edelsteinschleifer beim Polieren des Edelsteins Hubert und Carl-Philip Arnoldi beim Einkauf der Rohsteine

Finales Polieren der Edelsteine

Die Facetten des Steins werden anschließend bis zur Perfektion poliert.

Damit hierbei keine Schlieren entstehen, braucht es ein sehr gut geschultes Auge, um den optimalen Glanz des Edelsteins hervorzubringen. Schließlich wird der Edelstein durch Abkühlen vom Kitt gelöst und anschließend in eine Essenz gelegt, um die übrigen Kittreste abzulösen.


Technikgestütztes Schleifen am Quadranten

Bei seriellen Anfertigungen, bei denen es auf exakt kalibrierte Maße der Farbsteine ankommt, wird der Schleifvorgang technikgestützt am Quadranten durchgeführt.

Hierbei wird das traditionelle Lochbrett ersetzt durch ein mechanisches Rad, an dem der Winkel zum Schleifen der Edelsteine mit einer Digitalanzeige exakt eingestellt werden kann. Statt des Kitts wird dabei ein UV-Kleber angewandt, der unter UV-Licht fixiert und ausgehärtet wird.

Schliffvariante – Der Cabochon­schliff

Beim Cabochonschliff wird der Edelstein nicht mit Facetten versehen sondern in eine runde oder ovale, nach außen gewölbte Form geschliffen.

Häufig wird der Cabochonschliff, nach dem französischen Cabochon für „Nagelkopf“ benannt, beispielsweise bei Opalen oder Katzenaugen-Quarzen angewandt, um das natürliche Schimmern der Steine optimal herauszubringen und in Szene zu setzen.